Frank Schlüter, 3. Dan (2008)

Frank (geb. 1967) ist seit 2001 Mitglied im Keiko-kan Dôjô. Sein 'Karate-Leben' begann im Jahre 1991 mit Aufnahme seines Wirtschaftsingenieur-Studiums an der Technischen Universität Ilmenau. Damals schloß sich Frank dem gerade im Aufbau befindlichen Universitäts-Karate-Dôjô an und übernahm mit zwei weiteren Kommilitonen die Leitung der wöchentlichen Trainingseinheiten.

In den ersten Jahren war das Training in Ilmenau vorwiegend durch die Inhalte der zahlreichen Wochenendlehrgänge bei einer Vielzahl von ganz unterschiedlichen Trainern und Meistern sowie durch die regelmäßigen Besuche des 'Paten-Trainers' Harald Strauß bestimmt. Harald - damals Träger des 3. Dan - vermittelte Frank eine solide Grundlage in kihon und kata. Weiterhin sammelte Frank verschiedene Erfahrungen durch die aktive Teilnahme an Wettkämpfen in kata und kumite.

Während seiner Zeit in Ilmenau lernte Frank Sensei Lothar Ratschke (www.hatamoto.de) kennen. Lothars Einfluß hat - inzwischen bereichert durch die Karateauffassung von Andreas und Astrid Albrecht - Franks heutiges Verständnis von Karate wesentlich geprägt. Bei Sensei Ratschke hat Frank auch seine Prüfungen zum 1. Dan (2000), 2. Dan (2004) und 3. Dan (2008) abgelegt.

Frank interessiert sich vor allem für die mannigfaltigen Anwendungsmöglichkeiten, die in den kata zur Verfügung stehen. Dabei konzentriert er sich auf zwei Aspekte, die in den folgenden beiden Thesen zusammengefasst sind:

 

These 1

Den Ausgangspunkt für These 1 bildet ein Satz, den Funakoshi Gichin (1868 -1957) in seinem Buch Karate-Dô Kyôhan, (Ausgabe 1973, S.35) formuliert hat: 'Having mastered these five forms (heian kata - d. A.), one can be confident that he is able to defend himself competently in most situations.'

Es sollte demnach davon ausgegangen werden, dass jemand, der sich gründlich mit diesen kata auseinandersetzt, nicht nur ein grundlegendes Fundament für seine körperliche Entwicklung sondern auch für seine Befähigung zur Selbstverteidigung legt. Daher möchte Frank vor allem das in den heian kata enthaltene umfangreiche Potential ergründen.

Auch nach jahrelanger harter und gründlicher Auseinandersetzung mit den heian kata fällt es erfahrenen Meistern wie Lothar und Andreas nicht schwer, immer wieder neue Aspekte in diesen kata aufzuzeigen, die so vorher nicht gesehen wurden. Beim Üben sollte besonderer Wert darauf gelegt werden, über die Stufe der Anwendung innerhalb vordefinierter Bewegungsabläufe hinauszugehen. Es geht darum, das Bewegungs- und Anwendungsprinzip der einzelnen Formen herauszuarbeiten, zu verstehen und so zu verinnerlichen, dass sie auch außerhalb von Standardabläufen abgerufen werden können. Dies kann bereits bei heian shodan beginnen.

 

These 2

In These 2 wird zum Ausdruck gebracht, dass jede einzelne kata ein in sich mehr oder weniger geschlossenes Kampfsystem darstellt. Alle Aspekte der Kampfkunst Karate von der Grundschule über Kampf- bis hin zu Verhaltens-Taktiken sind in den kata direkt oder indirekt zusammengefasst. Dies den kata abzuringen und daraus eine eigenständige Struktur für kihon, die verschiedenen kumite - Formen und letztlich das kata bunkai zu entwickeln, ist eine faszinierende Herausforderung im Karate.

Der Merksatz Kata hitôtsu sannen ('Jede Kata drei Jahre lang!') könnte somit auch daran erinnern, dass es einige Zeit intensiven Übens bedarf, alle oder zumindest wesentliche Charakteristika einer Kata in der oben angedeuteten Art und Weise zu ergründen.

Daher hat Frank sich das Studium einzelner, ausgewählter kata zum Ziel gesetzt und betreibt deren Analyse. Neben den heian kata versuchte er sich bisher an bassai dai, nijushiho und gankaku.

 

Karate CV Frank: Eckdaten

Karate Curriculum Vitae von Frank: Eckdaten

1991                    Beginn mit Shotokan Karate (DKV)

1991 – 2000        Mitglied und Trainer im Karate Dôjô der TU Ilmenau

1997                    Erwerb der C-Trainer Lizenz

2000                    Prüfung zum 1. Dan, Prüfer: Lothar Ratschke und Dieter Mansky

seit 2001             Mitglied im Keiko-kan Dôjô

2004                    Prüfung zum 2. Dan, Prüfer: Lothar Ratschke und Fritz Oblinger 

seit 2006             Mitglied im Okinawan Kempo e.V. (www.okinawan-kempo.de)

2008                    Prüfung zum 3. Dan, Prüfer: Lothar Ratschke und Fritz Oblinger

 

 

 

Trainingszeiten Wiesloch / Heidelberg

Gruppenunterricht

Kleingruppen

Privatstunden / Einzelunterricht

Meditation