Andreas F. Albrecht, 4. Dan (2003)
Das Keiko-kan dôjô in Wiesloch - südlich von Heidelberg - wird von Andreas F. Albrecht (geb. 1957) geleitet. Er ist Mitbegründer des Karate-Dôjô Keiko-kan (e.V.). Seit Oktober 1976 befaßt er sich mit fernöstlichen Kampf- und Bewegungskünsten, seit 1979 insbesondere mit Shôtôkan-Karate. Karate faßt er als lebensbegleitende Kampf- und Bewegungskunst auf.
Heute ist Andreas Träger des 4. Dan Karate. Geprüft wurde er in der Shôtôkan Stilrichtung nach den Auffassungen der Japan Karate Association und nach den Kriterien des DJKB am 9. August 2003 von Meister Ochi Hideo (8. Dan JKA).
Andreas' besonderes Interesse gilt der kulturellen Inkorporation des Karate in den westlichen Kulturhorizont. Die Kunst des Karate sollte seiner Ansicht nach weder vom Wettkampfdenken überformt werden, noch sollte sie ihre fernöstlichen Wurzeln verleugnen müssen.
Er entwickelt sein persönliches Karate in Richtung auf eine ganzheitlichen Bewegungs- und Selbstverteidigungskunst hin, die nicht nur die im modernen Wettkampfkarate geforderte technische Perfektion im Blick hat, sondern auch andere Bereiche der Kampfkunst berücksichtigt, die im Rahmen des modernen Karate sonst eher vernachlässigt sind - wie zum Beispiel Selbstverteidigung, Energiearbeit und Ansätze, das Karate als spirituelle Übung zu betreiben.
In den ersten Jahren nach der Gründung des Dôjôs in Wiesloch hat Andreas zunächst den Anfängerunterricht bis zum ersten Dan unter den rein handwerklichen Aspekten des "üblichen" Shôtôkan zusammenfassend neu formuliert. Das von ihm hierbei entwickelte Konzept orientiert sich an der klassischen Grundschule und dem äußeren Ablauf der Katas Heian 1-5, Tekki 1-3 sowie die "höheren Grundkatas" Bassai dai, Jion, Hangetsu, Empi und Kanku-dai.

- Andreas F. Albrecht , 4. Dan (2003)
Das kumite wurde von Andreas für den Unterricht im Keiko-kan Dôjô deutlich aufbauend gegliedert, deutlicher, als dies sonst in den deutschen Karatevereinigungen üblich ist. Neben den allgemein geübten Formen des Gohon-Kumite und des Kihon-Ippon Kumite wird nun unter seiner Anleitung im Keiko-kan Dôjô für den Kumite-Unterricht mit leicht abgewandelten Formen des Kaeshi-Ippon Kumite und des Okkuri-Ippon Kumite experimentiert.
Der Zen - Aspekt der Karateübung ist Andreas besonders wichtig. Er versucht diesen Aspekt mehr und mehr in seinem Unterricht Geltung zu verschaffen. Sein individueller Karatestil ist außerdem deutlich von seinen Erfahrungen aus dem Tai Chi und Qi Gong geprägt.
Zur Zeit (2009) konzentriert sich Andreas auch im Unterricht mehr auf die Analyse und Auswertung der Grundkatas. Renzoku-waza und kata bunkai spielen im Keiko-kan Dôjô eine wichtige Rolle. Außerdem wird die energetische Struktur von Katas unter Hinzuziehung von Methoden aus dem Qi Gong erforscht. Mit diesem Konzept verfolgt Andreas im Rahmen des Keiko-kan Dôjôs eine Linie, die in der Vergangenheit bereits von Meistern und Lehrern wie Itosu Ankô und Egami Shigeru vorgezeichnet worden ist.
CV Kampf und Bewegungskünste
Andreas F. Albrecht, geboren 1957
Karate und äußere Stile
1976 - 1978 Tae Kwon Do, letzter erworbener Grad.: 5. Kup
seit 1979 Karate im Shôtôkan- Stil
Erster Dan (shodan): 01. August 1986 Prüfer: Meister Hideo Ochi, BT.
Zweiter Dan (nidan): 20. November 1991 Prüfer: Hilmar Fuchs, Roland Lowinger, Risto Kiskilä.
Dritter Dan (sandan): 06. August 1999 Prüfer: Hideo Ochi, BT. Dieser Dangrad ist von der Japan Karate Assotiation registriert und international anerkannt.
Vierter Dan (yondan): 09. August 2003 Prüfer: Hideo Ochi, BT. Dieser Dangrad ist von der Japan Karate Assotiation registriert und international anerkannt. Seit 2004 ausdrücklich bestätigt und anerkannt im Bereich des Deutschen Karate Verbandes (DKV).
1982 auf Einladung der Tôhôku Kôgyô Daigakkô, der Technischen Hochschule Tôhôku in Sendai, zu dreimonatigem Karatestudienaufenthalt in Japan.
1989 Lizenz "Fachübungsleiter Karate" (Badischer Sportbund / DSB).
1991 B-Trainer- Lizenz für Karate.
Von 1986 bis 1993 Leiter der Abteilung Karate (KD Sakura) im Allgemeinen Hochschulsport der Universität Heidelberg, zuletzt als Lehrbeauftragter.
Seit 1992 Ryû Sui Ken - Training unter Anleitung von Meister Himi Yoshio, 7. Dan Gôjû Ryû, 5. Dan Ryû Sui Ken.
1993-1996 vietnamesische Kampfkunst Viet Vo Dao (nach der Schule von Maître Tran Viet Tung in Heidelberg und Schwetzingen). Letzter erworbener Grad.: 3. Cap.
1997 / 98 Gasttrainer für Karate in Mozambique und Südafrika.
1997 / 98 Training des Wu Shin Chi Dao, einer Form des Gôjû Ryû Karate unter Einbeziehung diverser Kobudô -Waffen, Escrima und dem japanischen Jô (Aikijô und Muso Shinden Ryû ) in Durban in Südafrika Afrika unter Sensei Bob Davies als "sempai without grading".
1998 auf Einladung meines Lehrers Himi Yoshio vierwöchiger Studienaufenthalt zum Karate- und Ki-Training in Tôkyô.
Oktober 2000 Gründung und Leitung des Karate Dôjôs Keiko-kan e.V. (Verein für Kampf- und Bewegungskünste) in Wiesloch bei Heidelberg.
2005 - 2007 Muso Shinden Ryû Jôdô bei Matthias Wenderoth.
Qi Gong und Tai Chi und innere Stile
1992 / 1993 Erlernen der Tai Chi Ch'uan "36er Yang Stil Form" nach Cheng Man-Ch'ing im Rahmen von Kursen beim Tai Chi Zentrum Heidelberg unter Anleitung von Christine Braus.
Seit 1992: Übung des Qi Gong und Tai Chi unter Anleitung des chinesischen Meisters Sui Qinbo und seiner Frau, Meisterin Lena Du Hong nach den Richtlinien des Internationalen Laoshan Zentrums für Lebenspflege und Taijiquan und der Shandong Provincial Association for Health Promotion beim Lao-Shan Institut für Traditionelle chinesische Bewegungskünste, TCM und Lebenspflege mit Sitz in Hamburg und Tsingtau. (Qingdao)
Seit 1992 Ryû Sui Ken - Training unter Anleitung von Meister Himi Yoshio, 7. Dan Gôjû Ryû, 5. Dan Ryû Sui Ken. Das Ryû Sui Ken ist eine japanische Auffassung des chinesischen Baguazhang. Im Ryû sui ken gibt es nur eine einzige Form, das Ryû Sui Ho (jap.: "Schritte im Stile des fließenden Wassers gehen" oder "Gehen wie fließendes Wasser".) und ein dazugehöriges Qi Gong System, das Ryû Sui Hachi Dan Kin (jap.: "Die acht schönen Bewegungen des fließenden Wassers."
2001 Abschluß der Fachausbildung zum geprüften Qi Gong Lehrer bei QingBo Sui und Lena Du Hong beim Lao-Shan Institut für Traditionelle chinesische Bewegungskünste, TCM und Lebenspflege.
Seit 2002 Ausbildung zum Tai Chi Lehrer bei Sui Qinbo und seiner Frau, Meisterin Lena Du Hong am Lao-Shan Institut für Traditionelle chinesische Bewegungskünste, TCM und Lebenspflege.
Seit 2004 Yoga-Übungen unter der Anleitung von Ursula Winter, Yogalehrerin BDY / EYU in der Yogaschule Nußloch, jetzt: Yogaschule Sandhausen.
2005 TCM/Akupunktur basic-level (120h) bei der DGTCM in Heidelberg
Seit 2001 freie Lehrtätigkeit als Qi Gong Lehrer nach den Grundsätzen und dem Curriculum des Lao-Shan Instituts für Traditionelle chinesische Bewegungskünste, TCM und Lebenspflege.
Seit Januar 2007 Ausbildung zum Qi Gong Lehrer nach dem Kurrikulum Medizinischen Gesellschaft für
Qigong Yangsheng e.V.
Zen Meditation
Seit 1982. Erste Erfahrungen im Sommer 1982 in japanischen Zentempeln, dann, im Herbst des selben Jahres vertiefende Einführung in Freiburg bei Herrn Some. Seit Anfang der neunziger Jahre zunächst unter der Anleitung von Paul Shepherd, später bei Othmar Franthal im Meditationshaus St. Franziskus in Diethfurt im Altmühltal.
Veröffentlichungen und verlegerische Aktivitäten
- Seit 2000 diverse Veröffentlichungen in den Fachzeitschriften Deutscher Karateverbände KVBW / DKV und DJKB.
- 2001 bis 2003 Veröffentlichungen auf der Webseite des Vereins Keiko-kan Wiesloch e.V.: www.karate-wiesloch.de, vor allem monatliche Artikel zur Philosophie des Karate.
- 2003 Übersetzung aus dem amerikanischen "Die Geschichte der 47 Ronin" von John Allyn.
- Seit 2006 Veröffentlichungen auf eigener Webseite www.karate-wiesloch.de
- 2004 Veröffentlichung des Buches "Dôjôkun. Zur Ethik des Karate-dô". Verlegt bei "schlatt-books" in Lauda-Königshofen.
- 2007 Einführungstext zu "Terry Dobson - Aikidôlehrer und Botschafter eines neuen Budô-Bewußtseins", in: "Aikido - Tanz des Lebens". Eine Biographie.
- Mitarbeit an und Mitherausgabe von zahlreichen Veröffentlichungen des Verlages schlatt-books, u.a. "Karate-Dô Nyûmon" von Funakoshi Gichin (dt. Lauda 2000), "Wei-Zen-Do" von Günter Burckart (Lauda 2001), "Karate- Die Kunst der leeren Hand" von Nishiyama Hidetaka (dt. Lauda 2001), "Pinsel und Schwert" von Dave Lowry (dt. Lauda 2004),"Aikido - Tanz des Lebens" von Terry Dobson (dt. Lauda 2007) "Masters" (dt. 2008/9).
