Andreas F. Albrecht, 5. Dan (2013)

 

Das Keiko-kan dôjô in Wiesloch - südlich von Heidelberg - wird von Andreas F. Albrecht (geb. 1957) geleitet. Er ist Mitbegründer des Karate-Dôjô Keiko-kan (e.V.). Seit Oktober 1976 befaßt er sich mit fernöstlichen Kampf- und Bewegungskünsten, seit 1979 insbesondere mit Shôtôkan-Karate, seit 1992 mit Ryû sui ken. Karate sollte seiner Ansicht nach als lebensbegleitende Kampf- und Bewegungskunst betrieben werden können.

 

Die höchte Graduierung, die Andreas zu Zeit innehat, ist die eines 5.Dan SOK-Karate im Deutschen Karate Verband (DKV). Geprüft wurde er in der Stiloffenen Sektion (SOK) von einer dreiköpfigen Prüfungskommission am 4. August 2013 unter dem Vorsitz des KVBW-Präsidenten Dr. Siegfied Wolf, 7. Dan. -  Daneben hat Andreas einen 4. Dan in der Stilrichtung Shôtôkan inne. Geprüft wurde er in dieser Stilrichtung nach den Auffassungen der Japan Karate Association und nach den Kriterien des DJKB am 9. August 2003 von Meister Ochi Hideo (8. Dan JKA).

 

Andreas' besonderes Interesse gilt der kulturellen Inkorporation des Karate in den westlichen Kulturhorizont. Sein persönliches Karate faßt Andreas als ganzheitliche Bewegungs- und Selbstverteidigungskunst auf, die Bereiche der Kampfkunst berücksichtigt, die im Rahmen des modernen Karate sonst eher vernachlässigt sind - zum Beispiel Selbstverteidigung, Energiearbeit und Ansätze, das Karate als spirituelle Übung zu betreiben.

 

In den letzten Jahren hat sich Andreas vermehrt mit den White-Crane Elementen im traditionellen Karate auseinandergesetzt, was zu jener individuellen Stil- und Übungsaufassung geführt hat, die anläßlich seiner Prüfung zum 5. DAN SOK im DKV am 4. August 20143 von der Prüfungs-Kommission anerkennend gewürdigt wurden.

 

Andreas F. Albrecht am Maskiware. Eine Aufnahme aus dem Jahre 2003.

 

Kata hat sich in den letzten Jahren zum zentralen Übungsgegenstand im Dôjô entwickelt. Allerdings erschöpft sich das Kata-Training nicht in seinem formalen Aspekt, sondern wird über das Bunkai in die Partnerarbeit zum Selbstverteidigungstraining genutzt. Damit hat im Keiko-kan Dôjô kata wieder den Stellenwert, der ihr in einer traditionellen Kampfkunst zukommt.

Im Unterricht spielt daher das kata bunkai, d.h. die Analyse und Auswertung der Katas, eine große Rolle. Daraus werden praxisbezogene Renzoku-waza und Übungen zur Selbstverteidigung abgeleitet.

 

Yakusoku-kumite und Partnerarbeit nimmt im Training einen weiten Raum ein. Neben den allgemein geübten Formen des Gohon-Kumite und des Kihon-Ippon Kumite wird im Keiko-kan Dôjô mit Formen des Kaeshi-Ippon Kumite und des Okkuri-Ippon Kumite experimentiert. Diese Übungsformen werden dem Grundlagen-Training zugeordnet. (Partner-Kihon oder Futari-geiko)

Das im Keiko-kan Dôjô praktizierte kihon leitet Andreas dementsprechend überwiegend aus der Kata ab. 

 

Der Zen - Aspekt der Karateübung ist Andreas besonders wichtig. Außerdem deutet er die energetische Struktur von Katas nach Qi Gong-Aspekten, was sich deutlich auf Energiefluß, Kraft und Motorik auswirkt. Mit diesem Konzept verfolgt Andreas im Rahmen des Keiko-kan Dôjôs eine Linie, die in der Vergangenheit bereits von Meistern und Lehrern wie Itosu Ankô und Egami Shigeru vorgezeichnet worden ist. Unter dem Sichwort muchimi "Peitschenkörper" hat auch Kenei Mabuni in den letzten Jahren diese Konzeption der weichen Bewegung wieder ins Gespräch gebracht. 

 

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Meditation