Die Geschichte der 47 Rônin

 

Roman von John Allyn

 

Der Roman "Die Geschichte der 47 Rônin" ist auf deutsch beim Verlag schlatt-books in Lauda erschienen.

 

Ich danke schlatt-books, daß der Verlag es mir gestattet, den Roman auszugsweise als Leseprobe im Keiko-kan Magazin zu veröffentlichen. Die Geschichte wird monatlich auszugsweise als Fortsetzungsfolge vorgestellt.

 

Wer allerdings auf den Geschmack kommt und gleich wissen will, was sonst noch geschah, wie's weitergeht, was bisher geschah, oder wem das Lesen am Bildschirm zu anstrengend ist, kann sich das Buch direkt beim Verlag bestellen.

 

 

Titelbild der deutschsprachigen Ausgabe

 

Hier zunächst mal eine Einführung:

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war Japan von inneren Unruhen zerrissen. Damals war das Leben am Hof des Shôguns in Edô ? dem heutigen Tôkyô ? von Korruption und Prunksucht bestimmt. In den Vergnügungsvierteln der alten Hauptstadt Kyôtô gab man sich, ungeachtet der sonst herrschenden sozialen Zwänge, zügellosen Lustbarkeiten hin. Die Künste erblühten und das Volkstheater wurde geboren.

 

Zugleich erfolgten damals gewaltige soziale Umwälzungen. Während die zu jener Zeit fast schon verachtete Klasse der Kaufleute zusehends an gesellschaftlicher Macht gewann, verloren die Angehörigen der Kriegerkaste, die Samurais, allmählich Privilegien, die sie zuvor seit Jahrhunderten innegehabt hatten. Diese Entwicklung traf den Kriegeradel um so härter, als er das Handeltreiben und Geschäftemachen aus tiefer Seele verachtete. Aufgrund dieser Haltung konnten die Samurais nicht am allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben

 

Die enormen sozialen Veränderungen jener Zeit führten allenthalben zu Gewalttätigkeiten. Nicht selten kam es zu Hungeraufständen der Bauern, die vom Shôgun, dem eigentlichen Inhaber der Regierungsgewalt im damaligen Japan, weit über das erträgliche Maß hinaus mit Steuern belastet wurden. Dass es dagegen unter den Samurais kaum zu Erhebungen kam, lag vor allem an ihrer strengen Bindung an den traditionellen Loyalitätskodex des Bushidô und an ihrer bemerkenswerten Selbstdisziplin.

 

Doch selbst ein Samurai konnte durch widrige Umstände über die Grenzen des für ihn Erträglichen hinausgetrieben werden. Dies musste auch ein ungestümer junger Fürst erfahren, als er sich eines Tages ohne eigenes Verschulden in den schwer durchschaubaren Gepflogenheiten des degenerierten und verderbten Hofes verstrickte.

Zur Handlung des Romans

Es wird berichtet, dass im Jahre 1701 der Fürst Asano von Akô aus Erbitterung und Enttäuschung über die herrschenden Verhältnisse gegen einen Beamten des Shôguns am Hof von Edô sein Schwert erhob und damit eine Kette von Ereignissen in Gang setzte, die in einen der blutigsten Rachefeldzüge der japanischen Geschichte mündete. Diese Blutfehde erschütterte das ganze Land und trieb damals selbst den Shôgun in ungeheuere rechtliche und moralische Schwierigkeiten. Diese Ereignisse bescherten den Japanern einen bis heute bewunderten Kreis von Helden ? den der sagenhaften "Siebenundvierzig Rônin von Akô".

 

Die historischen Fakten der damaligen Vorgänge sind bis auf wenige Details im Großen und Ganzen bekannt. Bis heute wurden und werden zahllose, sehr unterschiedliche Versionen der damaligen Ereignisse in Liedern, Geschichten, Dramen und nicht zuletzt Kinofilmen aufgearbeitet.

 

Der vorliegende Roman soll dem Leser einen Eindruck davon vermitteln, was sich während des Skandals um die Gefolgsleute von Akô zu Beginn des 18. Jahrhunderts zugetragen haben mag, als Japan noch abgeschieden von der übrigen Welt in einer selbstgewählten Isolation lebte, also in einer Epoche seiner Geschichte, in der noch die alten Feudaltraditionen des japanischen Mittelalters den Alltag der Menschen bestimmten.

 

Klingt das vielversprechend? Es klingt nicht nur so! Nochmals herzlichen Dank an Schlatt von schlatt-books.